Chronik

Kurzchronik der Alice-Schwesternschaft Mainz 1870-2005

8.3.1870
Gründungsversammlung des Mainzer Alice-Frauenvereins für Krankenpflege. Betty Schot, Gattin des Musikverlegers und Bürgermeisters von Mainz, Franz Philipp Schott, wird zur Präsidentin gewählt.

21.3.1870
Als erste Pflegerin wird Fräulein Regine Arnold aus Mainz eingestellt und "zur Bestehung ihres Lehrkursus ins Rochus-Hospital gebracht".

23.7.1870
Aufruf an die Bevölkerung den Frauenverein bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen durch Gaben und Meldungen von Krankenpflegerinnen "sowohl freiwilligen als auch besoldeten".

1870/71
Im Deutsch-Französischen Krieg gemeinsame Hilfstätigkeit des Frauenvereins und des "Hilfsvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde" vom 13.8.1870 bis 17.4.1871. - 23 Alice-Pflegerinnen sind in der Kriegskrankenpflege tätig.

19.7.1871
Großherzog Ludwig III. verleiht dem Mainzer Alice-Frauenverein die Rechte einer juristischen Person.

1.10.1893
Die Pflegerinnen des Alice-Frauenvereins erhalten ihr erstes eigenes Heim in gemieteten Räumen. Bis dahin hatten sie einzeln privat gewohnt.

1894
Eine eigene Tracht der Pflegerinnen wird eingeführt.

30.3.1897
Vertrag zwischen dem Alice-Frauenverein für Krankenpflege und dem Kreisverein vom Roten Kreuz Mainz über das Zusammenwirken beider Vereine im Kriegsfall. Gleichzeitig wird beschlossen, gemeinsam ein mit einem Krankenhaus verbundenes Heim für die Alice-Schwestern zu bauen.

1899
Die Stelle der Oberin wird von jetzt ab nur noch mit  Damen besetzt, die in der Krankenpflege ausgebildet und tätig gewesen sind.

25.7.1900
Weiterer Vertrag, der dem Alice-Frauenverein gegen bestimmte Verpflichtungen in Friedenszeiten die alleinige Nutznießung des geplanten Hauses sichert.

24.9.1902
Das königlich-preußische Kriegsministerium verkauft den beiden Vereine 5000 m² Baugelände auf dem Glacis des Forts Karl auf dem Albansberg. 1905 Im Frühsommer wird mit dem Bau des Alice-Heims begonnen.

1.10.1906
Die Schwestern beziehen ihr neues Heim.

1.1.1907
Das Krankenhaus Alice-Heim wird eröffnet.

1908
Die Krankenpflegeschule der Alice-Schwesternschaft wird staatlich anerkannt.

28.3.1909
Die Alice-Schwesternschaft wird mit ihrem rotkreuz-eigenen Krankenhaus Mitglied des Verbandes Deutscher Krankenpflegeanstalten vom Roten Kreuz.

5.6.1912
Vereinbarung des Kreisvereins vom Roten Kreuz Mainz mit dem Alice-Frauenverein und dem Vaterländischen Frauenverein Mainz über eine gemeinsame Tätigkeit in Krieg und Frieden.

1914
Neubau eines Hauses für ein Sanitätsdepot auf dem Geä¤nde des Alice-Heimes.

1914-1918
Im Ersten Weltkrieg pflegen 20 Mainzer Alice-Schwestern Heeressanitätsdienst. Zahlreiche freiwillige Hilfsschwestern aus allen Kreisen der Mainzer Bürgerschaft werden ausgebildet. Das Alice-Heim ist Lazarett.

1.6.1917
Feier des 50jährigen Bestehens des Alice-Frauenvereins im Großherzogtum Hessen, der den Namen "Alice-Frauenverein, Hessischer Landesverein vom Roten Kreuz" erhält. Großherzog Ernst Ludwig stiftet ein Erinnerungszeichen und ein Oberinnenkreuz für die Oberinnen der drei hessischen Schwesternschaften Darmstadt, Mainz und Offenbach.

Nov. 1919
Das Vereinslazarett Alice-Heim wird aufgelöst. Das Krankenhaus steht wieder den Mainzer Bürgern offen.

1925
Der Mainzer-Frauenverein für Krankenpflege kauft dem Kreisverein vom Roten Kreuz das Depothaus ab und richtet es als Schwesternhaus ein.

1928
Das Schwesternhaus wird ausgebaut.

14.11.1929
Feier zur Einweihung des neuen Schwesternhauses und zur Fertigstellung des Krankenhaus-Umbaues.

9.12.1937
Reichsgesetz über das Deutsche Rote Kreuz. Alle selbstständigen Rotkreuz-Organisationen in Deutschland werden aufgelöst. Als Folge davon hört der Alice Frauenverein zu bestehen auf. Seine Schwesternschaft geht auf das Deutsche Rote Kreuz über.

1939-1945
87 Schwestern und 236 Hilfsschwestern pflegen in mobilen Sanitätsformationen  und in den Heimatlazaretten.

1940
Während des Frankreich-Feldzuges von Mai bis September ist das Alice-Krankenhaus Lazarett für französische Kriegsgefangene.

28.7.1944
Das Alice-Krankenhaus wird durch eine Luftmine teilweise zerstört.
Der Wiederaufbau beginnt sofort.

27.2.1945
Kurz vor der Wiedereröffnung, die für den 1.3.1945 vorgesehen ist, noch ehe die ersten neuen Patienten eingezogen sind, wird das Krankenhaus durch Bomben restlos vernichtet, das Schwesternhaus schwer beschädigt.

1947
Neugründung der Alice-Schwesternschaft Mainz als eingetragener Verein, nachdem 1945 das Deutsche Rote Kreuz durch die Besatzungsmächte aufgelöst worden war.

1949
Beginn des Wiederaufbaus des Schwesternhauses und der Wirtschaftsgebäude. Im November wird ein kleines Notkrankenhaus mit 35 Betten eröffnet.

1951/1952
Wiederaufbau des Alice-Heims als modernes Krankenhaus mit 100 Betten.

1952
Verlegung des Mutterhauses der Mainzer Alice-Schwesternschaft nach Bad Münster am Stein. Kommissarische Leitung durch Oberin Elisabeth Kerstin in Personalunion mit der Rotkreuz-Schwesternschaft Rheingrafenstein (früher Straßburg).

1953
Oberin Marie Biermann übernimmt die Leitung der Alice-Schwesternschaft.

1954
Die Schwesternschaft erhält wieder ein eigenes Mutterhaus in einer gemieteten Villa in Mainz-Gonsenheim.

1955
Das Städtische Krankenhaus in Diez/Lahn mit einer weiteren Krankenpflegeschule wird als Arbeitsfeld übernommen.

1966
Tagung des Verbandes Deutscher Mutterhäuser vom Roten Kreuz (heute: Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz) in Mainz.

1969/1970
Mit Hilfe der Stadt Mainz plant der DRK-Kreisverband Mainz-Bingen den Neubau des Alice-Krankenhauses im Gonsenheimer Wald. Baubeginn im Herbst 1969. 1. Bauabschnitt: Schwesternhaus mit Schwesternschule.

24.6.1970
Hundertjahrfeier der Alice-Schwesternschaft Mainz e. V.

1.4.1972
Einweihung des neuen Mutterhauses mit Schwesternaltersheim ("Haus der Schwesternschaft") in der Carlo-Mierendorff-Straße in Mainz Gonsenheim.

1976
Das Haus der Schwesternschaft wird Eigentum der Alice-Schwesternschaft (Kaufvertrag vom 12.10. mit dem DRK-Kreisverband Mainz-Bingen).

1979
Tagung des Verbandes der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz in Mainz.

1980
Während des Papstbesuches in Mainz (16./17.11) sind 20 Schwestern der Alice-Schwesternschaft im Einsatz.

1981
Nachdem das Alice-Krankenhaus am 28.2. endgültig geschlossen wurde, nimmt das Schmerzzentrum Mainz (Alice-Hospital), eine Modellklinik zur Behandlung chronisch Schmerzkranker, dort seine Tätigkeit auf.

1983
Oberin Marie Biermann, die 30 Jahre lang die Alice-Schwesternschaft geleitet hat, tritt in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin wird Oberin Anne Seibold aus der Alice-Schwesternschaft.

1.10.1983
Frau Oberin Anne Seibold wird Oberin der Schwesternschaft.

1986
Die Krankenpflegevorschule wird geschlossen.

1986
Umbau des Schülerinnenhauses und Umwandlung in ein Alten- und Pflegeheim.

1989
Frau Oberin Anne Seibold wird als Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften nach Bonn berufen. Ihr obliegt weiterhin die kommissarische Leitung der Schwesternschaft.

1990
Frau Antje Best wird als Oberin in das Probejahr berufen.

Ende 1991
Schied Frau Best aus der Schwesternschaft aus. Frau Anne Seibold übernahm für ein weiteres Jahr die kommissarische Leitung der Schwesternschaft.

1.7.1992
Frau Oberin Angelika Hahner wird ins Probejahr berufen und im Juni 1993 durch die Mitglieder im Amt bestätigt.

8.3.1995
Die Alice-Schwesternschaft Mainz e. V. vom Deutschen Roten Kreuz feiert ihr 125-jähriges Bestehen.

2001 - 2001
Teilsanierung des Alten- und Pflegeheimes in Mainz-Gonsenheim.

April 2004 bis September 2005
Generalsanierung des Alten- und Pflegeheimes. Diese Baumaßnahme wurde bei laufendem Betrieb durchgeführt. Das Haus verfügt nun über 96 Einzelzimmer auf hohem Standard.

 

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